Vorpommersche Boddenküste

An der Ostsee zwischen Lübecker Bucht und Oderbucht ist eine besondere Landschaft entstanden: die Boddenküste.

Bodden sind flache Meeresbuchten, die heute durch Landzungen weitgehend von der Ostsee abgeschnitten sind. Sie sind alle miteinander verbunden. Zur Ostsee bestehen aber nur schmale Zugänge.

Am Rand wechseln sich Steilufer und Flachufer ab. Steiniger Strand und große Findlinge, aber auch Sandstrände und Wiesen, Wälder und Schilfgürtel säumen die Ufer.

Die Boddenküste ist für Urlauber und Touristen, die Erholung suchen, eine Alternative zu den oft überfüllten Ostseestränden. Teilweise ist das Land zwischen Ostsee und Bodden aber so schmal, dass auch beide Seiten erlebt werden können.

Der Wert der Boddenküste liegt in der Ursprünglichkeit. Hier gibt es noch intakte Lebensräume für seltene Tiere und Pflanzen. Die Natur kann sich voll entfalten.

In den Uferwäldern brüten Seeadler, im Steilufer graben Uferschwalben ihre Brutröhren und im Herbst kommen zu den vielen einheimischen Vögeln noch riesige Schwärme rastender Gäste wie Kraniche, Gänse, Kiebitze und viele andere.

Den Kranichzug können Sie im Morgengrauen sehen, wenn die Vögel von den Schlafplätzen im flachen Wasser aufsteigen und zu ihren Futterplätzen fliegen oder in der Abenddämmerung, wenn sie wieder zurück fliegen. Touristen nehmen auch gern an den geführten Wanderungen zu den Rastplätzen teil.

Damit die Schönheit der Boddenküste erhalten bleibt, wurden große Teile der Boddenküste unter Naturschutz gestellt. Die Boddenurlauber tragen Mitverantwortung dafür, diese Landschaft auch für künftige Generationen zu erhalten.

Greifswalder Bodden
Greifswalder Bodden