Herbst - Oktober - Sanddornzeit

Bei einem Spaziergang an der Küste im Herbst bestimmen auch die Sanddornsträucher das Bild. Die orangefarbenen Beeren des Sanddornstrauches reifen ab August bis November und sind ein besonders leuchtender Farbklecks im Kontrast zum Meer.

Der Sanddorn ist einer der wenigen Pflanzen, die auf Dünen gedeihen. Er wächst gern auf Sand oder Kies und bildet sehr lange Wurzeln. Deshalb wird Sanddorn auch zur Befestigung der Dünen angepflanzt.

Die Beeren des Sanddorn sind sehr gesund. Sie haben einen hohen Anteil Vitamin C und enthalten auch das für Pflanzen seltene Vitamin B12, was besonders für Menschen interessant ist, die sich vegetarisch ernähren.

Das Ernten der Beeren ist nicht leicht. Der Sanddorn trägt die Warnung schon im Namen. Er hat recht große Dornen, die die Haut aufreißen können.

Die Beeren sind fest mit dem Gehölz verbunden, sie können nicht einfach gepfückt werden. Manche pressen die Beeren deshalb direkt an der Pflanze aus und fangen den Saft auf. Einfacher, aber immer noch mühselig ist es, die Beeren am Stielchen mit einer Nagelschere abzutrennen. Andere schneiden die Zweige ab, packen sie in ein Säckchen und legen dieses ins Gefrierfach. Dann schlagen sie die gefrorenen Beeren einfach ab.

Haben Sie einen eigenen Sanddornstrauch im Garten (An die große Ausbreitung der Wurzeln denken, falls Sie Sanddorn im Garten anpflanzen.), können Sie ernten wie Sie wollen, ansonsten muss auf den Naturschutz geachtet werden. In den Dünen, die dem Küstenschutz dienen, dürfen die Beeren nicht geerntet werden. Näheres zum Artenschutz in den einzelnen Bundesländern finden Sie unter floraweb.de

Die Beeren können roh gegessen werden, allerdings mag kaum einer deren Geruch und Geschmack. Deshalb ist es besser, den Sanddornsaft nicht pur zu trinken, sondern mit Honig, Zucker oder anderen Früchten zu mischen.

Verarbeiteter Sanddorn zu Saft oder Marmelade ist sehr lecker. Es gibt auch Bonbons, Tee, Likör und Pflegeprodukte aus Sanddorn.